Schizophrenie

Was ist das? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Was ist Schizophrenie?

Schizophrenie ist die schwerste Form der psychischen Erkrankungen.Unter dem Sammelbegriff „Schizophrenie“ wird eine Gruppe von Erkrankungen mit bestimmten Gemeinsamkeiten zusammengefasst. Sie wirken sich auf

  • das Denken,
  • die Überzeugungen,
  • die Wahrnehmungen
  • und die Gefühle.

Wie viele Personen sind betroffen?

Etwa 1 % der Weltbevölkerung beziehungsweise eine von hundert Personen ist von Schizophrenie betroffen.

Kann die Krankheit vererbt werden?

Ja, die Krankheit kann vererbt werden. Das Risiko beträgt etwa 1:10.

Wie beziehungsweise wo gibt es erste Hilfe bei Schizophrenie?

Der erste Ansprechpartner ist meist der Hausarzt. Hat er den Verdacht, dass es sich um eine Schizophrenie handelt, wird er die Person üblicherweise zu einem Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie überweisen.

Wie kann Schizophrenie behandelt werden?

Die Therapie ist individuell mit abgestimmten Kombination von medikamentöser Therapie, Psychotherapie und anderen therapeutischen Verfahren behandelbar.

Warum ist eine medikamentöse Behandlung bei Schizophrenie erforderlich?

Bei einer Schizophrenie ist der Botenstoffwechsel im Gehirn gestört, dies kann mit einer medikamentösen Behandlung verringert werden. So werden in der ersten Phase sogenannte Antipsychotika (auch Neuroleptika genannt) verabreicht. Sie lindern vor allem Halluzinationen und Wahnvorstellungen.

Manchmal ist auch eine Kombination von mehreren Wirkstoffen erforderlich, zum Beispiel Antipsychotika und Benzodiazepine (angstlösender Wirkstoff). Um einen Rückfall vorzubeugen, sollte das Medikament mindestens ein Jahr oder dauerhaft eingenommen werden.

Was bedeutet eine Psychoedukation?

In der Psychoedukation geht es darum, Patienten und Angehörige umfassendes Wissen über das Krankheitsbild der Schizophrenie und die erforderlichen Therapiemöglichkeiten zu vermitteln.

Wie gehe ich als Angehörige mit der Schizophrenie um?

Es gibt Angehörigengruppen, die durch psychiatrisch-psychotherapeutische Kliniken, Gesundheitsämter und Volkshochschulen vermittelt werden. Hier können Familienmitglieder in einer Runde von Betroffenen und mit Hilfe von Ärzten, Psychologen und Sozialpädagogen ihre Probleme erörtern und bewältigen.

Hilfsangebote bei Schizophrenie für Betroffene und Angehörige: