Fürsprecher Münchner Woche für Seelische Gesundheit
Prof. Dr. Dr. Margot Albus, M.Sc.
Ärztliche Direktorin, kbo-Isar-Amper-Klinikum München-Ost:
„Die 3. Münchner Woche für Seelische Gesundheit vom 5.-13. Oktober
leistet einen besonderen Beitrag zur Aufklärung und Information der Münchner Bürgerinnen und Bürger. Trotz aller Bemühungen und Anstrengungen halten sich Vorurteile gegenüber psychisch Kranken.
Die mehr als 200 Veranstaltungen in der Woche zeigen, wie hoch auch
heute noch der Wunsch und der Bedarf nach Information und Austausch ist. Daher unterstützen wir, das kbo-Isar-Amper-Klinikum München-Ost mit seinen vier Standorten, die Woche für Seelische Gesundheit mit allen Kräften."
Dr. Christoph Emminger
1. Vorsitzender, Ärztlicher Kreis- und Bezirksverband München:
„Die Münchner Woche für Seelische Gesundheit findet heuer erfolgreich
zum 3. Mal statt. Der Ärztliche Kreis- und Bezirksverband hat dieses
Projekt im Hinblick auf seinen gesetzlichen Auftrag an der öffentichen Gesundheitspflege mitzuwirken seit 2009 begleitet und aktiv unterstützt. Psychische Erkrankungen, insbesondere die Depression, sind ein großes gesundheitliches Problem in unserer Gesellschaft, das jeden betreffen kann und trotzdem leider noch oft tabuisiert wird. Der ÄKBV möchte zu Information und Aufklärung hierüber beitragen und wünscht allen Beteiligten ein gutes Gelingen und eine breite, positve Resonanz."
Reinhard Kardinal Marx
Erzbischof von München und Freising:
„Krankheiten der Seele sind noch immer gesellschaftlich
tabuisiert - davon ist die Kirche als Teil der Gesellschaft leider nicht ausgenommen. Kirche und Caritas fordern und fördern Hilfen für Betroffene und Angehörige z.B. durch die Sozialpsychiatrischen Dienste des Caritasverbandes der Erzdiözese, die Münchner Insel (mit der evangelischen Kirche) und durch finanzielle Förderung der Arche.
Dazu kommen die seelsorglichen Angebote in den Kliniken wie auch im ambulanten Bereich. Auch unsere Gemeinden wollen, sollen und sind es im Geist Jesu Christi auch, offen und einladend zu sein für diejenigen, die "mühselig und beladen" sind (Matthäus 11,28). Dazu gehört es, sich einer existentiellen Sinnkrise stellen zu müssen und zu können, ohne im herkömmlichen Sinn "helfen" zu können. Gerne unterstützen wir die Woche für Seelische Gesundheit durch unsere Premiumpartnerschaft
und freuen uns, dass u.a. die Eröffnungsveranstaltung in der (ehemaligen)
Karmeliterkirche stattfindet."
Andrea Kreppold-Roth
Leitungsteam des Krisendienst Psychiatrie München:
„Seelische Krisen gehören zum Leben und haben viele Gesichter. Sie können jeden von uns treffen - unabhängig von Alter, Bildung, Herkunft und Beruf. Krisen können viele Gesichter haben, aber nicht jede Krise kann aus eigner Kraft bewältigt werden. Studien gehen davon aus, dass jeder Dritte mindestens einmal im Leben in eine Situation gerät, in der er professionelle psychiatrische oder psychosoziale Hilfe benötigt. Dabei gilt die Devise: Je früher desto besser! Aus Unkenntnis und Scheu werden qualifizierte Hilfen aber oft erst zu spät in Anspruch genommen. Die Münchner Woche für Seelische Gesundheit leistet einen wichtigen Beitrag um in der Bevölkerung
das Bewusstsein für seelische Gesundheit zu schärfen und Möglichkeiten
für die Bewältigung von psychischen Krisen bekannt zu machen."
Stephanie Kramer
Dienststellenleitung Sozialpsychiatrische Dienste Neuhausen,
Vorsitzende Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft München West:
„Jeder von uns hat psychische Erkrankung in irgendeiner Form schon erlebt – sei es als Betroffener, als Angehöriger, als Arbeitgeber, als Nachbar in einem Miethaus, als Lehrerin, als ehrenamtlicher oder professioneller Helfer um nur einige Beispiele zu nennen. Trotzdem ist psychische Erkrankung immer noch ein Tabu. Nutzen wir gemeinsam die Möglichkeit mit einer Münchner Woche für Seelische Gesundheit Berührungsängste und Vorurteile des Einzelnen gegenüber seinem psychisch erkrankten Mitmenschen abzubauen. Denn, um mit Klaus Dörner zu sprechen:
Nur Bürger können Bürger integrieren. Profihelfer hingegen können
Integration nur vorbereiten oder begleiten.“
Claudia Stamm
Sprecherin für Verbraucherschutz und Gleichstellung
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Bayerischen Landtag:
"Psychische Erkrankungen - oft immer noch ein Tabu-Thema!
Dabei ist es so wichtig für uns alle, dass die Seele gesund ist.
Ebenso wichtig ist es, dass Politik und Gesellschaft das Thema aufgreifen
und sich darum kümmern. Es ist nicht einfach: Denn eine psychische
Störung ist nicht so sichtbar wie ein gebrochener Zeh und vor allem ist
auch die Therapie nicht so eindeutig. Wenn wir es schaffen, dass man
bei uns offen und ohne Stigmatisierung über psychische Erkrankungen
sprechen kann, wird es für die Betroffenen einfacher, die nötige Hilfe in
Anspruch zu nehmen."
Dr. Joachim Hein
Vorstandsvorsitzender
Münchner Bündnis gegen Depression e.V.:
"Für mich gehört die Förderung der Seelischen Gesundheit
– Hand in Hand mit der Behandlung und Prävention psychischer
Erkrankungen – zu den großen Herausforderungen unserer
Gesellschaft. Seelische Gesundheit berührt alle Lebensbereiche.
Ich erhoffe mir von der Münchner Woche für Seelische
Gesundheit insbesondere auch Impulse für die Arbeitswelt.
Lassen Sie uns zusammen - als Unternehmerin, Politikerin,
Gewerkschafterin und Gesundheitsexpertin – überlegen,
wie wir Seelische Gesundheit nachhaltig als Standortfaktor
im Wirtschaftsraum München zum Wohle der Mitarbeiterinnen
und Unternehmen umsetzen können."
Rita Wüst
Geschäftsführerin
Münchner Bündnis gegen Depression e.V.:
"Psychische Erkankungen sind häufiger, als die meisten von uns vermuten - oder hätten Sie geahnt, dass pro Jahr 27 Prozent der Bevölkerung Europas eine Erkrankung wie Depression, Angst,
Zwang, Demenz oder Schizophrenie erleiden?
Und mit jedem Erkrankten leiden weitere Menschen mit:
Familien, Angehörige, Freunde. Es wird Zeit, dass das
Ausmaß der psychischen Belastungen in unserer Gesellschaft
nicht nur hingenommen sondern erkannt und öffentlich benannt
wird. Aktiv werden statt wegsehen, präventive Arbeit leisten,
aufklären und informieren: Mit der Münchner Woche für Seelische
Gesundheit nehmen wir diese Herausforderungen an."
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